Mahnwache für die Opfer neofaschistischer Gewalt

Am Samstag, den 10.12.2011 organisierte die Stadt Sulzbach-Rosenberg zusammen mit dem bürgerlichen Anti-Nazi Bündnis „Plattform gegen Rassismus und Menschenverachtung“ eine Gedenkmahnwache für die Todesopfer des Neonazi-Terrors. Auch die Aktion Schwarz-Rot (ASR) beteiligte sich an der Kundgebung mit einem Transparent und verteilte Flyer an die Teilnehmer_innen und vorbeilaufende Bürger_innen.

Auch die Stadt Sulzbach-Rosenberg folgte dem Aufruf der „Allianz gegen Rechtsextremismus der Metropolregion Nürnberg“ und organisierte eine Kundgebung unter dem Motto „Frei von Furcht in Deutschland leben – Kein Platz für Rechtsextremismus“ am Luitpoldplatz in der Innenstadt. Diesem Aufruf folgten knapp 200 Menschen von unterschiedlichsten gesellschaftlichen Gruppierungen und erinnerten symbolisch mit Kerzen und großen Todesanzeigen an die Opfer der Nazis. Auch der Bürgermeister der Stadt nahm an der Mahnwache teil und sagte: „Wir wenden uns gegen jede Form rechtsextremen und menschenverachtenden Denkens. In unserer Gesellschaft ist kein Platz für Hass, Rassismus, Nationalismus und Antisemitismus!“

Auch die Aktion Schwarz-Rot (ASR) nahm mit Transparenten an der Gedenkmahnwache teil. Desweiteren wurden mehrere Flyer verteilt. Unter anderen eine Auflistung von den Aktivitäten der letzen Jahre der Nazis aus der Nachbarstadt Amberg und bezüglich des 30. Jahrestag der Verhaftung von Mumia Abu-Jamal.

Wir finden es gut, dass viele Menschen in Sulzbach-Rosenberg gegen Faschismus protestieren und an die Opfer neonazistischer Gewalt erinnern. Aber dennoch muss den Demonstrant_innen klar werden, dass Neo-Nazis kein Randphänomen darstellen, sondern lediglich die radikalisierte Form der bürgerlichen Gesellschaft und der Nährboden für faschistische Gewalttaten in der bürgerliche „Mitte“ zu suchen sind.

Kein Fußbreit den Faschisten
Nazistrukturen bekämpfen – Mit allen Mitteln, Auf allen Ebenen